Heinz Rudolf Kunzes dritte Verstärkung (Foto von Peter Badge) Verstärkungsarchiv

Seit 1981 hat Heinz Rudolf Kunze 27 Alben veröffentlicht, die auch durch den Wechsel der Musiker geprägt wurden. Im Laufe der Zeit hat sich die Verstärkung mehrfach – teilweise einschneidend – verändert.

Die Verstärkung 1995 bis 2002

Heinz Rudolf Kunzes dritte Verstärkung (1998)Raoul Walton, Matthias Ulmer, Heinz Rudolf Kunze, CC Behrens, Heiner Lürig

Alles hat seine Zeit: 1995 unterzieht sich Heinz Rudolf Kunze einer musikalischen Frischzellenkur. Bei den Aufnahmen zu Richter-Skala – dem rockmusikalisch bis dahin vielleicht radikalsten Album von HRK – treten CC Behrens (Schlagzeug) und Raoul Walton (Baß) an die Seite von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig (bis Juni 2002). Als besondere musikalische Gäste finden sich noch Jean-Jacques Kravetz (Hammond, Piano) und Stuart Gordon (Violine, Keyboards) ein. Seit 1997 ist auch Matthias Ulmer an den Keyboards mit dabei. Vier Alben sind mit dieser Verstärkung erschienen: Richter-Skala (1996), alter ego (1997), Korrekt (1999) und Halt (2001); das Album Wasser bis zum Hals steht mir wurde 2001/2002 mit "Minimalbesetzung" (Kunze, Lürig, Ulmer) eingespielt.

Die Verstärkung 1985 bis 1994

Heinz Rudolf Kunzes zweite Verstärkung (1988)Thomas Bauer, Joschi Kappl, Heinz Rudolf Kunze, Peter Miklis, Martin Huch, Heiner Lürig

Mit Dein ist mein ganzes Herz landete Heinz Rudolf Kunze einen ersten Top-10-Hit. Die Musik stammte aus der Feder des seit 1985 neuen Gitarristen und Komponisten Heiner Lürig. Zum Kern der "Verstärkung" zählten von nun an auch Peter Miklis (Schlagzeug; bereits seit 1984), Thomas Bauer (Keyboards, Saxophon; ebenfalls seit 1984) und Martin Huch (Gitarre, Pedal Steel, Lap Steel; seit 1986). Unverändert blieb seit 1981 die Position am Baß mit Joschi Kappl. Mit erfolgreichen Alben und ausgedehnten Tourneen wurden HRK & Verstärkung zu einer festen Institution im Deutsch-Rock.

Die Verstärkung 1981 bis 1984

Heinz Rudolf Kunzes erste Verstärkung (1984)Heinz Rudolf Kunze, Mick Franke, Hendrik Schaper, Joachim Luhrmann, Joschi Kappl

Die ersten Alben von Heinz Rudolf Kunze wurden noch in der Rubrik "Liedermacher" einsortiert. Ein Mißverständnis: Schon die damalige "Verstärkung" mit Mick Franke – verstorben im April 2001 – an der Gitarre, Josef "Joschi" Kappl am Baß, Hendrik Schaper an den Keyboards sowie Joachim Luhrmann (1981/82) und Mickie Stickdorn (1982/83) am Schlagzeug ließ erkennen, daß Kunze seine ungewöhnlichen deutschen Texte mit anglo-amerikanischer Rockmusik verbinden wollte. Doch der Begriff "Deutsch-Rock" war wohl noch nicht erfunden.

Von Titus Reinmuth
 
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